Trockene und nasse Dichtsortierung | DMS & Voranreicherung
Wie nasse Dichtsortierung (DMS/Schwimm-Sink) und trockene Dichtsortierung Materialströme voranreichern und Aufbereitungsprozesse effizienter machen.
Trockene und nasse Dichtsortierung: Prozessoptimierung in der Rohstoffaufbereitung
In der Praxis ergänzen sich nasse und trockene Dichtsortierung, um Rohstoffe frühzeitig nach Dichtekriterien zu trennen. Moderne Aufbereitungsanlagen analysieren Materialströme gezielt und trennen Partikel auf Basis definierter Dichtekriterien.
Durch Dichttrennung und DMS (Schwimm-Sink-Verfahren) lassen sich werttragende Fraktionen präzise vom restlichen Material separieren und Aufbereitungsprozesse effizienter gestalten.

Was ist Dichtsortierung?
Dichtsortierung ist ein Dichtetrennverfahren, bei dem Rohstoffe anhand ihrer Dichte separiert werden. Je nach Randbedingungen erfolgt dies als trockene oder nasse Dichtsortierung, etwa als Schwimm-Sink-Verfahren (DMS) oder klassische Dichtetrennverfahren.
Wie trockene und nasse Dichtsortierung Aufbereitungsprozesse optimiert
Die trockene und nasse Dichtsortierung kombiniert Dichtekriterien mit prozesssicherer Anlagenführung und nutzt Verfahren wie DMS (Schwimm-Sink-Verfahren) zur gezielten Voranreicherung von Materialströmen.
Während klassische Prozessketten häufig erst nach Zerkleinerung und Klassierung eintreten, ermöglicht die Dichtsortierung eine frühzeitige Voranreicherung und reduziert die zu verarbeitende Masse.
Bei der nassen Dichtsortierung (DMS/Schwimm-Sink-Verfahren) basiert die Trennung auf einer definierten Trenndichte im Medium. In der trockenen Dichtsortierung erfolgt die Trennung ohne Flüssigmedium – abhängig von Materialeigenschaften und Prozessführung.
Wichtige Prozessgrößen sind u. a. Durchsatz, Kornband/Partikelverteilung sowie Trenndichte bzw. Mediumsdichte (bei nass/DMS).
Neben der Dichtsortierung im engeren Sinne (z. B. DMS/Schwimm-Sink-Verfahren) zählen auch Jigging-Verfahren zur schwerkraft- bzw. dichtebasierten Trennung. Je nach Standortbedingungen – insbesondere der Wasserverfügbarkeit – lassen sich Nass- und Trockenvarianten kombinieren, um Materialströme frühzeitig wirtschaftlich vorzubereiten.
Nass- und Trocken-Schwerkrafttrennung: Die richtige Technologie auswählen
Schwerkrafttrennung in frühen Prozessstufen kann Aufbereitungsprozesse deutlich stabilisieren: Durch die Abtrennung von Abfallmaterial bereits in groben Korngrößen werden nachgelagerte Schritte entlastet, der Energiebedarf sinkt und die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage steigt.
Nasse und trockene Schwerkrafttrennverfahren ergänzen sich dabei, weil sie eine dichtebasierte Trennung unter unterschiedlichen Standort- und Prozessbedingungen ermöglichen. Die Wahl der passenden Technologie hängt vor allem von Rohmaterialeigenschaften, Anforderungen an die Trenngenauigkeit sowie der Wasserverfügbarkeit ab.
allmineral deckt hierfür ein breites Spektrum ab – von Nasslösungen (alljig®) über Trockenlösungen (allair®) bis hin zu Dichtesuspensionsanlagen (DMS).
Nass-Schwerkrafttrennung: alljig® und DMS
Die Nassjigging-Technologie (alljig®) ist ein robustes Verfahren zur (Vor-)Konzentration. In einem pulsierenden Wasserbett schichten sich Partikel nach Dichte und Korngröße – mit hoher Toleranz gegenüber schwankenden Materialeigenschaften.
Als Vorstufe kann Nassjigging den Materialstrom für nachgelagerte Prozesse (z. B. Mahlen, Flotation, Feinaufbereitung) reduzieren – mit entsprechend geringerem Energiebedarf und stabilerem Anlagenbetrieb.
Für besonders hohe Anforderungen an die Trenngenauigkeit bei definierten Trenndichten wird die Dichtesuspensionstrennung (DMS) eingesetzt: Die Trennung erfolgt in einem Medium mit exakt eingestellter Dichte (Sink-Schwimm-Trennung) und liefert hochpräzise, reproduzierbare Ergebnisse.
In der Praxis werden Nassjigging und DMS häufig kombiniert: Nassjigging übernimmt die robuste Vorkonzentration, DMS die finale dichtebasierte Aufwertung.
Trocken-Schwerkrafttrennung: allair®
Bei eingeschränkter Wasserverfügbarkeit ist Trocken-Schwerkrafttrennung eine effektive Alternative. Der allair®-Trockenjig nutzt Luftströmung und Vibration, um Materialien nach Dichte zu schichten – ohne Wasser oder Suspensionsmedium.
Das ist besonders vorteilhaft in ariden Regionen, an abgelegenen Standorten oder überall dort, wo Wasserverbrauch und Infrastruktur minimiert werden sollen. Zusätzlich kann die Trockenstufe als Vorkonzentration vor nachgelagerten Nassprozessen dienen und weitere Prozessstufen entlasten.
Integrierte Schwerkrafttrennungskonzepte
Die Kombination aus alljig®, allair® und DMS ermöglicht integrierte Konzepte, die nasse und trockene Technologien sinnvoll verbinden – abgestimmt auf Standortbedingungen, Materialverhalten und wirtschaftliche Ziele.
Vorteile der nassen Dichtsortierung
- präzise Trennung über definierte Trenndichten (z. B. Schwimm-Sink/DMS)
- reproduzierbare Ergebnisse auch bei schwankenden Rohstoffeigenschaften
- Entlastung nachgelagerter Prozessstufen durch frühe Voranreicherung
Vorteile der trockenen Dichtsortierung
- Trennung nach Dichtekriterien ohne Wasser oder Suspensionsmedium
- geringerer Aufwand für Wasser-/Mediumskreisläufe und Prozesswasseraufbereitung
- einfache Integration als Vorstufe zur Entlastung nachgelagerter Prozessstufen
Wann wählt man nasse oder trockene Dichtsortierung?
Die Wahl zwischen nasser Dichtsortierung (DMS bzw. Schwimm-Sink-Verfahren) und trockener Dichtsortierung hängt vor allem von Wasserverfügbarkeit, gewünschter Trennschärfe und Materialeigenschaften ab.
Nasse Dichtsortierung ist sinnvoll, wenn:
- definierte Trenndichten und hohe Trennschärfe erforderlich sind
- ein stabiler Wasser-/Mediumskreislauf verfügbar ist
- heterogene Materialströme reproduzierbar getrennt werden sollen
Trockene Dichtsortierung ist sinnvoll, wenn:
- Prozesse ohne Wasser geführt werden sollen
- Wasserverfügbarkeit begrenzt ist oder Wasseraufbereitung vermieden werden soll
- Material, Kornband und Feuchte eine stabile Trennung ohne Medium zulassen
Mehr über Dichtsortierung (trocken/nass) erfahren
Wir unterstützen Sie dabei, Potenziale zur Voranreicherung zu identifizieren und passende Dichttrennverfahren in Ihre Prozesskette zu integrieren.
FAQ zur trockenen und nassen Dichtsortierung
Nasse Dichtsortierung ist ein Dichtetrennverfahren, das mit Wasser oder einem Medium (z. B. DMS/Schwimm-Sink) arbeitet, um Partikel über definierte Trenndichten zu separieren.
Trockene Dichtsortierung trennt Partikel nach Dichtekriterien ohne Wasser oder Suspensionsmedium und eignet sich besonders für trockene Prozessketten oder Standorte mit begrenzter Wasserverfügbarkeit.
Nasse Dichtsortierung ist sinnvoll, wenn hohe Trennschärfe und definierte Trenndichten erforderlich sind und ein stabiler Wasser- bzw. Mediumskreislauf verfügbar ist.
Trockene Dichtsortierung ist sinnvoll, wenn Prozesse ohne Wasser geführt werden sollen und Material, Kornband und Feuchte eine stabile Trennung ohne Medium zulassen.
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