Jindal Steel Project

Gemeinsam mit dem indischen Partner Hari Maschines Ltd hat allmineral ein weiteres indisches Großunternehmen von der Leistungsfähigkeit der Aufbereitungsanlagen »made in Duisburg« überzeugt: Der Konzern Jindal Steel + Power Limited (JSPL) hat insgesamt 14 Maschinen bestellt, um eine bestehende Anlage für hämatitisches Eisenerz in den »Sarda Mines« im indischen Bundesstaat Orissa zu erweitern.

Elf luftgepulste Setzmaschinen vom Typ alljig®, ergänzt um vier Magnetscheider gaustec®-3600, eröffnen JSPL künftig die Möglichkeit, auch Erze mit niedrigerem Fe-Gehalt zu marktfähigen Produkten mit hohem Fe-Gehalt zu verarbeiten. In der 1.500 t/h Anlage in den »Sarda Mines« kommen fünf alljig® G-2200 sowie sechs alljig® F-2500 zur Verarbeitung der Körnung 5 bis 30 bzw. 1 bis 5 Millimeter zum Einsatz.

Die vier gaustec®-Magnetscheider mit einer Durchsatzleistung von jeweils 200 Tonnen pro Stunde (t/h) werden das Material mit einer Körnung kleiner einem Millimeter anreichern. Der Anlagenumbau soll Mitte 2009 abgeschlossen sein. allmineral greift auch in diesem Projekt auf die bewährte Kooperation mit Hari Machines zurück: Der indische Partner fertigt die 14 Einheiten vor Ort, allmineral liefert Kernkomponenten aus Deutschland zu. »Wir waren von Anfang an in die Verfahrensentwicklung eingebunden und haben auf Basis zahlreicher Pilotversuche das Konzept für die neue Anlage zusammen mit dem Kunden erarbeitet«, erklärt allmineral-Geschäftsführer Dr. Ing. Heribert Breuer.

Zwei Punkte waren für JSPL unerläßlich: das Aufbereitungsverfahren auf ein maximiertes Ausbringen anzulegen und Produkte nicht nur mit hohem Fe- Gehalt sondern auch mit einem deutlich reduziertem Al2O3-Gehalt erzeugen zu können. Dazu werden die Berge aus den Setzmaschinen sowie der ersten WHIMS-Stufe nachgemahlen und der jeweils nächsten Sortierstufe nochmals aufgegeben. Die Lump und Sinterfeed Produkte dienen zur Versorgung der Jindal Hochofenanlagen. Das Konzentrat mit einer Körnung von weniger als einem Millimeter wird nach weiterer Aufmahlung (< 40µm) in einer im Bau befindlichen 4 Mio. jato Pelletanlage vor Ort eingesetzt . Die Gesamtproduktion der Anlage wird je nach Aufgabequalität bei 8 bis 9 Millionen Tonnen pro Jahr liegen.

Die Modernisierung der Aufbereitungsanlage in den »Sarda Mines« ist Teil eines milliardenschweren Investitionsprogramms, mit dem JSPL die Kapazität in seinen Stahlwerken, Kraftwerken und Minen ausbaut. Der Konzern, gegründet zu Beginn der 1950er Jahre, ist mit einem Jahresumsatz von rund 4 Milliarden US-Dollar der drittgrößte Stahlproduzent Indiens. Heute fördert JSPL in Indien, den USA, Indonesien und künftig auch in Bolivien Eisenerz und Kohle, betreibt Kraftwerke und produziert Stahlprodukte in großer Bandbreite. Weltweit arbeiten 20.000 Beschäftigte für das Unternehmen.

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